Tel: ++43 (0)6212/2308-0
standesamt@seekirchen.at

Schloß Seeburg historische Entwicklung

Um 1100 werden die Grafen, deren öffentlichen Funktionen die Rechtsprechung, Steuereinhebung, militärischer Schutz und die Leitung der Rodungen und Neuan-siedlungen waren, von erzbischöflichen Dienstmannen (Ministerialien) abgelöst. Eine dieser Herren (Pfleger), Ulrich v. Dachsberg aus Aspach im Innviertel stammend, errichtete 1429 als Pflegerichter im alten Fischerdorf Seewalchen, wo wahrscheinlich schon im früheren Mittelalter ein Wohnturm als Herrensitz stand, die Seeburg als sei-nen Amtssitz.

Wie lange die Seeburg als Pflegesitz diente, läßt sich nicht genau ermitteln. Im 16. und 17. Jhdt. gibt es nach den Dachsbergern auch noch andere vom Bischof einge-setzte Pflegerichter. In die aussterbende Dachsbergerfamilie heiratet Wolf Adam v. Haunsberg. Auf ihn folgen Neidhart v. Haunsberg und Christop v. Haunsberg, unter welchem das Pflegegericht aufgelöst (ca. 1600) wird und dem Gericht in Sighartstein bzw. Neumarkt unterstellt wird.

Seine Tochter Juliane von Haunsberg heiratet Levin v. Mortaigne (Salzburger Kam-merherr, Gardehauptmann und Pflegerichter zu Golling). Dieser fällt im 30-jährigen Krieg. Nach dem Tod seines Sohnes Johann-Dietrich geht 1747 die Seeburg in den Besitz der steirischen Freiherren von Prankh über.